Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu Besuch in Chile

Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Piñera Bild vergrößern (© Presidencia de la República de Chile/ Fotograf: Álex Ibáñez)

Vom 26. bis 27. Januar 2013 war Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu Besuch in Chile. Am Vormittag des 26. Januar wurde die Bundeskanzlerin zunächst von Staatspräsident Sebastián Piñera zu einem offiziellen Besuch im Regierungspalast „La Moneda“ begrüßt. 

Die Themenpalette des bilateralen Meinungsaustauschs war breit. Sie umfasste aktuelle politische Fragen, Möglichkeiten der Ausweitung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sowie die deutsch-chilenische Zusammenarbeit in den Bereichen des Umwelt- und Klimaschutzes, der Wissenschaft, Forschung und Berufsausbildung und kulturelle Themen. Außerdem beschlossen beide Seiten, die Zusammenarbeit in Rohstofffragen zu vertiefen. Im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Präsident Piñera unterzeichneten Botschafter Blomeyer-Bartenstein und der chilenische Außenminister Moreno eine gemeinsame Erklärung beider Regierungen zur Zusammenarbeit im Bereich Bergbau und mineralische Rohstoffe. Die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Herkes, und der chilenische Bergbauminister de Solminihac unterzeichneten überdies eine bilaterale Absichtserklärung, die u.a. vorsieht, ein Deutsch-Chilenisches Forum für Bergbau und mineralische Rohstoffe ins Leben zu rufen. Die Bundeskanzlerin war von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, in der erfolgreiche mittelständische Unternehmen mit besonderem Bezug zu Lateinamerika und Chile vertreten waren.

von links nach rechts: ehemaliger Botschafter Blomeyer-Bartenstein, Bundeskanzlerin Merkel, ehemaliger Präsident Piñera, ehemaliger Außenminister Moreno. Bild vergrößern von links nach rechts: ehemaliger Botschafter Blomeyer-Bartenstein, Bundeskanzlerin Merkel, ehemaliger Präsident Piñera, ehemaliger Außenminister Moreno. (© Presidencia de la República de Chile/ Fotograf: Álex Ibáñez) Der Besuch von Dr. Merkel war der erste Besuch einer deutschen Bundeskanzlerin seit  nahezu 22 Jahren. Als letzter deutscher Bundeskanzler hatte Helmut Kohl Chile im Okober 1991 einen Besuch abgestattet und wurde vom christdemokratischen Präsidenten Patricio Aylwin empfangen. Die Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Piñera verliefen in besonders freundschaftlicher Atmosphäre und reflektierten die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die Bundeskanzlerin unterstrich wiederholt gegenüber der Öffentlichkeit die engen Verflechtungen zwischen dem lateinamerikanischen Kontinent und Europa. Deutschland und Chile seien einander in einer langjährigen Freundschaft verbunden und teilten gemeinsame Werte.

Ebenfalls am 26. Januar sprach Bundeskanzlerin Merkel auf Wunsch der Gastgeber zum Abschluss des dem EU-CELAC-Gipfel vorgeschalteten „Wirtschaftsgipfels“ („Business Summit“).

Als zweiten wichtigen Programmpunkt ihres Chile-Besuchs nahm die Bundeskanzlerin vom 26. bis zum 27. Januar am EU-CELAC-Gipfel in Santiago teil. Insgesamt 27 EU-Mitgliedstaaten und 33 Staaten aus Lateinamerika und der Karibik sowie die EU-Kommission waren vertreten. Die Konferenz war der siebte Gipfel seit Begründung der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Regionen, die 1999 begonnen wurde. Nachdem sich 2011 die „Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten“ (CELAC) gegründet hatte, war der siebte Gipfel im Rahmen dieses biregionalen Prozesses gleichzeitig der „I. EU-CELAC-Gipfel“.

Bundeskanzlerin Merkel im Regierungspalast La Moneda. Bild vergrößern Bundeskanzlerin Merkel im Regierungspalast La Moneda. (© Deutsche Botschaft) Schwerpunkt des Gipfels in Santiago de Chile waren Strategien zur Förderung von sozial- und umweltverträglichen Investitionen. Trotz des wirtschaftlichen Einbruchs in der Mehrzahl der EU-Staaten ist die EU mit 43 Prozent auch weiterhin der größte ausländische Investor in Lateinamerika und ist – nach den USA – der zweitwichtigste Handelspartner. Insbesondere Deutschland ist führend bei „grünen“ Technologien, für die hoher Bedarf in Lateinamerika besteht.

Die Staats- und Regierungschefs der EU- und CELAC-Staaten verabschiedeten im Verlauf des Gipfels zwei Gipfeldokumente. Neben der „Erklärung von Santiago“ wurde auch eine aktualisierte und ergänzte Fassung des am 18.05.2010 in Madrid beim letzten Gipfel der Staaten der EU sowie Lateinamerikas und der Karibik verabschiedeten Aktionsplans angenommen.

Bildergalerie des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel in Chile

Deutschland-Besuch des chilenischen Staatspräsidenten Piñera vom 21. bis 23. Oktober 2010

Besuch Präsident Piñera

Der Präsident der Republik Chile, Sebastián Piñera, war vom 21. bis 23. Oktober 2010 in Berlin zu Gast. Zuvor hatte Staatspräsident Piñera bereits Großbritannien und Frankreich besucht. In der offiziellen Delegation begleiteten ihn – neben seiner Ehegattin Cecilia Morel Montes - u.a. Außenminister Alfredo Moreno, der chilenischen Botschafter in Deutschland, Jorge O'Ryan, Wirtschaftsminister Juan Andrés Fontaine, die Senatoren Andrés Allamand, Antonio Coloma, Juan Pablo Letelier und Patricio Walker sowie die Abgeordneten Patricio Melero, Jorge Tarud, Pedro Velásquez, der Parteivorsitzende der RN, Carlos Larraín sowie der Direktor von ProChile, Félix de Vicente. Der deutsche Botschafter in Chile, Dr. Michael Glotzbach, begleitete Präsident Piñera während seines Besuchs in Deutschland ebenfalls.