Bilaterale Beziehungen
Zwischen Deutschland und Chile bestehen seit vielen Jahren gute und intensive wirtschaftliche Beziehungen.
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Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der Europäischen Union und das weltweit siebt wichtigste Ursprungsland chilenischer Einfuhren (2010). Deutschland exportiert nach Chile vornehmlich Luft-, Wasser- und Schienenfahrzeuge sowie Automobile, Anlagen- und Maschinenbauprodukte, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und - verteilung, elektrotechnische, medizinische und fotografische Geräte sowie Mess- und Regeltechnik, chemische Erzeugnisse, Waren aus unedlen Metallen, Stahl, Papier, Holz und Zellulose.
2010 betrugen die deutschen Einfuhren nach Chile 1,81 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 33,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die chilenischen Exporte nach Deutschland erreichten 2010 ein Volumen von 1,61 Mrd. Euro (plus 7,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Das Gesamthandelsvolumen verzeichnete damit erstmals seit 2002 einen Überschuss der deutschen Exporte. Chile exportiert nach Deutschland vor allem Kupfer und Kupfererzeugnisse, Obst, Gemüse, Konserven und Säfte, Fisch und Fischzubereitungen, Fleisch und Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, Wein sowie Zellulose, Holz, Papier und chemische Erzeugnisse.
Die deutschen Direktinvestitionen beliefen sich bis August 2009 auf über 1.800 Mio. USD (akkumuliert seit 1990). Bei den breit angelegten Privatisierungen und Konzessionsvergaben im Infrastrukturbereich und bei der öffentlichen Versorgung (Strom, Wasser, Telefon etc.) in den neunziger Jahren haben sich deutsche Unternehmen nur wenig beteiligt, in jüngster Zeit aber bei Infrastrukturvorhaben gute Erfolge erzielt.
Umfangreiche deutsche Investitionen finden sich darüber hinaus vor allem in der Agroindustrie, beim Abbau von Mineralien und auf dem Immobiliensektor.