Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Bild vergrößern (© BGR) Die BGR ist als Fachbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die zentrale wissenschaftlich-technische Institution zur Beratung der Bundesregierung in allen georelevanten Fragestellungen. Insbesondere berät sie das BMWi, Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Auswärtige Amt und das Bundesumweltministerium (BMU) in den Bereichen

  • Energierohstoffsicherung
  • Mineralische Rohstoffe
  • Endlagerung radioaktiver Abfallstoffe
  • Nachhaltige Nutzung von Grundwasser und Boden
  • Seismologie und Kernwaffenteststoppabkommen
  • Meeres- und Polarforschung
  • Georisiken (Erdbeben, Vulkaneruptionen, Hangrutsche, Tsunamis)

Die BGR führt darüber hinaus Technische Zusammenarbeit im Auftrag des BMZ durch. Sie unterstützt vorwiegend staatliche Organisationen in Partnerländern beim nachhaltigen Schutz und Management der natürlichen Ressourcen Boden und Wasser sowie in den Themenbereichen Umweltschutz im Bergbau, Georisiken und Geothermie.

BGR in Chile

Die BGR ist seit über 10 Jahren in Chile tätig, hauptsächlich im Bereich Bergbau / Umwelt und in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Geologie- und Bergbaudienst SERNAGEOMIN. Die Zusammenarbeit wurde im Jahr 1994 aufgenommen, als in Chile mit Inkrafttreten des Umweltgesetzes (Ley 19.300) die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen geregelt wurde.

Die Zusammenarbeit dient seither dem Ziel der Minderung der Umweltschäden des Bergbaus in Chile. In den ersten Jahren wurden in der öffentlichen Verwaltung die Voraussetzungen für ein modernes Umweltmanagement auf dem Bergbausektor geschaffen, um so den Anforderungen der neuen Umweltgesetzgebung ansprechen zu können.

SEIT 2003 unterstützt die BGR SERNAGEOMIN und das Bergbau- und Energieministerium bei der Bewältigung der Bergbaualtlastenproblematik. Im Rahmen der Zusammenarbeit berät die BGR den chilenischen Projektpartner bei der Ausarbeitung eines gesetzlichen Rahmens und der Schaffung des technischen Know-How für die Beseitigung jener Bergbaualtlasten, die ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen. Die UN Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) ist als assoziiertes Mitglied am Vorhaben beteiligt.

Künftige Zusammenabeit mit Chile

Derzeit befindet sich ein Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Chile im Bereich der Geothermie in Vorbereitung. Die geologischen Voraussetzungen für die geothermische Energiegewinnung, d.h. die Energiegewinnung unter Nutzung der Erdwärme, sind in Chile hervorragend. Geothermie ist ein in vielen Ländern erprobtes Verfahren, die weltweit installierte Leistung beläuft sich auf ca. 10 GW.