Wirtschaftliche Kooperation

Entwicklungszusammenarbeit

Bild vergrößern Chile ist Mitglied der OECD und positioniert sich selbst als "Gebernation". Bei diesem Engagement wird Chile von der Bundesregierung unterstützt. Im Rahmen dieser sogenannten "Dreieckskooperationen" stellt die chilenische Partnerorganisation "Agencia Chilena de Cooperación Internacional para el Desarollo" (AGCID) heute mit deutscher Beratung Drittstaaten der Region Konzepte und Erfahrungen aus der eigenen bilateralen technischen Zusammenarbeit zur Verfügung. Dreieckskooperationen finden zurzeit mit der Dominikanischen Republik, El Salvador, Honduras, Guatemala Bolivien und Haiti statt, weitere sind in Planung. 

Schwerpunkt der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Chile ist seit 2004 der Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Die bilaterale EZ mit Chile im klassischen Sinne wurde im Jahr 2011 beendigt seit 2008 fördert das Bundesumweltministerium über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) sowie die Deutsche Klimatechnologieinitiative (DKTI) die Durchführung klimarelevanter Vorhaben im Bereich Erneuerbare Energien. An dieser Zusammenarbeit sind als Durchführungsorganisationen maßgeblich die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit technischer Zusammenarbeit (TZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit finanzieller Zusammenarbeit (FZ) beteiligt. 

Im Rahmen der IKI fördert die Bundesregierung derzeit ein Projekt zu Energieeffizienz und Kraft-Wärme-Kopplung in öffentlichen Krankenhäusern, eines zur Erstellung einer Ausbaustrategie für netzgebundene Erneuerbare Energien und ein weiteres Projekt zur Solarenergie. 100 Mio. Euro FZ und 8 Millionen Euro TZ stellt die Bundesregierung für ein gemeinsames Vorhaben zur Förderung der Solarenergie bereit. Förderschwerpunkt liegt auf dem von spanischen Unternehmen durchgeführten Bau des ersten staatlich bezuschussten Solarkonzentrations- und -speicherungsprojekts (CSP) in Chile sowie der Etablierung des Marktes für CSP in Chile. Für den Bau der Anlage stehen internationale Gelder in Höhe von 300 Millionen Euro zur Verfügung. 

Im Rahmen der Initiative für national angemessene Klimaschutzmaßnahmen des deutsch-britischen NAMA-Fonds erhielt Chile zudem im November 2013 die Förderzusage eines Projektes zur Unterstützung der Selbstversorgung mittels Erneuerbarer Energien. Der Gesamtbetrag der Finanzierung beläuft sich während der 5-jährigen Laufzeit des Projektes auf 15 Millionen Euro. Von den zugesagten Mitteln sind 3 Mio. Euro für die technische Zusammenarbeit (durchgeführt von der GIZ) und 12 Millionen Euro für die finanzielle Zusammenarbeit (verwaltet von der KfW) bestimmt. Weitere Anträge laufen.

Weitere Schwerpunktthemen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Chile sind Berufsbildung und nachhaltiger Bergbau. 2013 startete ein in Chile angesiedeltes Regionalvorhaben zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in den Andenländern, das im Februar 2017 verlängert werden konnte . Es soll zur wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus in der Andenregion beitragen. Die Bundesregierung stellt dafür weitere 4,5 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Das Vorhaben wird durch die GIZ und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) implementiert, regionaler Partner ist die "Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik" (CEPAL).

Weitere Infos – auch über konkrete Projekte in Chile - finden Sie unter: 

Entwicklungszusammenarbeit

Die GIZ

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt die Bundesregierung, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Sie ist in über 130 Ländern mit 17.000 Mitarbeitenden aktiv.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Die BGR ist als Fachbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die zentrale wissenschaftlich-technische Institution zur Beratung der Bundesregierung in allen georelevanten Fr...

KfW Bankengruppe

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), Teil der KfW Bankengruppe, ist eines der größten europäischen Institute für langfristige Finanzierung von Projekten und Unternehmen. Seit 45 Jahren finanziert sie Investitionen von Privatunternehmen in Entwicklungs- und Transformationsländern. Die DEG investiert in Projekte, die aus Sicht der Entwicklung in allen Wirtschaftssektoren rentabel und nachhaltig sind. Sie deckt so verschiedene Branchen wie die Agroindustrie, die Handwerksindustrie, Dienstleistungen und Infrastruktur ab. Ziel ist die Einführung und Konsolidierung von privaten Strukturen in Entwicklungs- und Transformationsländern. Auf diese Weise soll eine Grundlage für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung geschaffen werden.