Deutscher Botschafter bei der Buchpräsentation „Gedichtregen über Berlin“

Bild vergrößern Am 12. Mai präsentierte der Staatssekretär des chilenischen Außenministeriums, Fernando Schmidt, das Buch „Bombardeo de poemas sobre Berlín“ („Gedichtregen über Berlin“) und die DVD, die dieses Projekt dokumentiert, das das chilenische Dichterkollektiv „Casagrande“ vor zehn Jahren initiierte.
Das Buch und die DVD dokumentieren die Bilder und Erzählungen dieses „Gedichtregenprojekts“, das im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 28. August 2010 in Berlin stattfand und den lateinamerikanischen Staaten gewidmet war, die 2010 ihr 200jähriges Bestehen feierten. In dieser Nacht überflog ein Helikopter den Berliner Lustgarten und warf 100 000 Lesezeichen mit zweisprachigen Gedichten von 40 zeitgenössischen deutschen und chilenischen Dichtern ab, die die erstaunten Passanten einsammelten und so ein Stück chilenischer Kultur mit nach Hause nahmen. Es blieb nicht ein Lesezeichen liegen!

Das Projekt wurde von der Dirección de Asuntos Culturales (Dirac) und vom chilenischen Kunst- und Kulturrat (CNCA) unterstützt. Das Auswärtige Amt bezahlte die Flüge der chilenischen Teilnehmer.

Der deutsche Botschafter beglückwünschte die Organisatoren zu diesem gelungenen Projekt und betonte, dass solche Freundschaftsbekundungen auch in der Diplomatie an Bedeutung gewinnen: “Die Diplomatie öffnet sich in Richtung Kultur, da diese ein starkes Kommunikationsinstrument ist, das Völker verbindet und ein positives Bild der Nationen verbreitet. In Chile ist die Verbindung von Kultur und Diplomatie schon Tradition, da das Land seine großen Dichter als Botschafter in die Welt schickte – ich denke an Pablo Neruda (Paris), Antonio Skármeta (Berlin) und Jorge Edwards (Paris).”

Im Juni werden das Buch und das Projekt in Berlin im Rahmen des Internationalen Dichterfestivals und bei der Eröffnung des Literaturfestivals präsentiert. Beide Veranstaltungen werden von der Literaturwerkstatt organisiert. Mitglieder der chilenischen Dichterinitiative Casagrande werden das Buch unter den anwesenden Verlegern, Literaturkritikern, Dichtern und Vertretern von Kulturinstituten bekannt machen.