Jugend debattiert international: 16 Deutsche Schulen in Chile nehmen am Wettbewerb in San Felipe teil

01.06.2016

Die vier Gewinnerinnen, die Chile beim internationalen Finale im Oktober vertreten werden. Bild vergrößern Die vier Gewinnerinnen, die Chile beim internationalen Finale im Oktober vertreten werden. (© Jorge Álvarez) Vom 1. bis 3. Juni 2016 fand an der Deutschen Schule San Felipe das Finale des nationalen Wettbewerb „Jugend debattiert international“ statt. 16 Schülerinnen und Schüler waren hierfür aus Schulen im ganzen Land – von Punta Arenas bis La Serena - teilnahmen.

Insgesamt debattierten 36 Schülerinnen und Schüler zu aktuellen Themen wie "Sollten Handys an Deutschen Schulen verboten werden?" oder "Sollte das Rentenalter in Chile auf 70 Jahre erhöht werden?" Weder der ungewöhnlich starke Regen noch die Kälte konnten die großartige Stimmung der teilnehmenden Schüler und Lehrkräfte beeinträchtigen.

Die Debatte. Bild vergrößern Die Debatte. (© Jorge Álvarez)

In diesem Wettbewerb geht es nicht nur um Sprachkenntnisse, sondern auch um analytische Fähigkeiten und rhetorisches Geschick. Die Debattanten müssen zeigen, dass sie ihren Standpunkt vertreten, aber auch den Argumenten der Gegenseite aufmerksam zuhören und entkräften können.

Besonders das Thema der finalen Debatte – "Sollen Länder Einwanderungsquoten einrichten?" – wurde von den 16- und 17-jährigen Jugendlichen sehr kontrovers debattiert. Hier zeigte sich einmal mehr, dass Sprachrichtigkeit zwar ein Subkriterium ist, die Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft im Format der Debatte jedoch wesentlich wichtiger sind.

Teilnehmer des Instituto Nacional an der spanischen Debatte. Bild vergrößern Teilnehmer des Instituto Nacional an der spanischen Debatte. (© Jorge Álvarez) Am Morgen des Finaltages gab es noch einen kleinen Höhepunkt, als Camilo Vergara und Sebastián Flores, zwei Vertreter der staatlichen Jungenschule Instituto Nacional, gemeinsam mit Victoria Cortés und Olga Mayorga, zwei Vertreterinnen der Deutschen Auslandsschule Sankt Thomas Morus, sich zum Thema "Sollte der Zugang für Minderjährige zu sozialen Netzwerken eingeschränkt werden?" eine rhetorisch ausgefeilte Kontroverse in spanischer Sprache lieferten, die die Zuschauer gebannt verfolgten.

Nach zwei Tagen mit 28 Debatten standen auch die vier Vertreter des internationalen Wettbewerbs fest, der vom 19. bis 21. Oktober 2016 an der Schweizer Schule Santiago und der Deutschen Botschaft stattfinden wird. Im Rahmen der finalen Debatte, der Kathrin Herrmann, Mitarbeiterin des Kulturreferats der Deutschen Botschaft, und Anna Hendrischk-Seewald, Fachberaterin der ZfA, beiwohnten, ging es um zwei Stipendien des Auswärtigen Amts für eine vierwöchige Studienreise nach Deutschland, organisiert vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD). Argumentativ durchsetzen konnten sich Antonia Vera (DS Valparaíso) und Valentina Concha (DS Osorno).

© Deutsche Botschaft

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Finalistinnen.